„Jeden Tag Himmel und Licht geschenkt, dazu eine Landschaft, die mich fasziniert: weder lieblich noch spektakulär, aber voller Überraschungen. Es war für mich überfällig, das Muldental zu malen.“ Kristina Bahr

 

Die Künstlerin und Kulturgestalterin Kristina Bahr zeigt ihre Werkserie „Zwischenhimmel“ und lädt am 12. Juli, 16 Uhr zur Midissage in die Studiogalerie der Denkmalschmiede Höfgen ein. Julia Blume spricht einführende Worte und Matthias Ehrig zeichnet für die musikalischen Momente an diesem Midsommernachmittag.

Wer das kulturelle Leben im Leipziger Muldenland in den vergangenen Jahrzehnten verfolgt hat, begegnet dem Namen Kristina Bahr an entscheidenden Schnittstellen der Kunstvermittlung. Als Grafikerin, Kuratorin und Mitgestalterin der Denkmalschmiede Höfgen hat sie mehr als 130 Ausstellungen eingerichtet, internationale Musikformate wie „Was hören wir“ mitorganisiert und Orte geschaffen, an denen Kunst sichtbar werden konnte. Dass sie selbst malt, blieb hinter dieser institutionsprägenden Arbeit lange die stille Seite ihrer Biografie.

Das hat sich grundlegend geändert. Mit dem Bezug eines eigenen Ateliers in Kaditzsch im Jahr 2024 vollzog sich ein wichtiger Einschnitt: Aus einer gelegentlichen, oft auf Reisen entstandenen Praxis wurde ein zusammenhängender, hochkonzentrierter Werkprozess in Öl.

In ihrer aktuellen Werkserie „Zwischenhimmel“ widmet sich Kristina Bahr den Landschaften des Leipziger Muldenlandes – frei von romantischer Kulisse und touristischem Bild. Ihre großformatigen Ölbilder erzählen nicht; sie beobachten. Es sind Bilder großer Zurückhaltung, gerichtet auf flüchtige Übergänge zwischen Licht, Schatten, Wolkenzügen und Wasserflächen. Eine malerische Übung der Gegenwart, die ernst nimmt, was im schnellen Blick des Alltags übersehen wird.

Kontakt

Kristina Bahr
Teichstraße 12
D-04668 Grimma

www.kristinabahr.com
info@kristinabahr.com